Niemand ist in New York

Central Park, New York

New York im Sommer ist einfach grandios. Das Wetter ist traumhaft, die Stadt leer, alles ist grün – das wird ein Traumurlaub. In New York mögen viele Menschen leben. Weil sie das zumindest in Mahattan in die Höhe tun, kommt einem die Stadt relativ klein vor. Zumal die vielen U-Bahn-Linien überallhin schnellen Transport bieten. Wer aus Europa kommt und noch nie in einer Stadt mit 1000stöckigen Wolkenkratzern war, ist tief beeindruckt von dem Flair zwischen den steinernen Riesen. Alles geht nach oben, die Fahrstühle, die Familien, die Freizeit. Mit ihnen die Pflanzen auf Dachterrassen, Pools auf Penthäuser, Wassertanks auf verwinkelte Flachdächer. Die Besonderheit dieser Wohnart wird unterstrichen durch die vielen Straßen, auf denen der Verkehr nur in eine Richtung fließt. Immer nur eine Richtung, immer nur dalang – niemals zurück. »Vorärts immer – rückwärts nimmer« motiviert. In dieser Stadt geht es immer voran. Vielleicht nicht immer im positiven Sinne. Aber die Amerikaner stehen immer wieder auf. Diesen Pragmatismus leben sie. Wenn etwas praktisch ist, wird es gemacht und als selbstverständlich empfunden. Alles andere wäre doch bescheuert. Braucht die U-Bahn einen Ausgang, dann wird der gebuddelt, auch wenn auf dem Gehsteig nur 80 cm Breite für die Treppe möglich sind. Muss Falschparken verhindert werden, kommt da ein Poller hin.

Bildung bringt nichts

Tausende erstklassige DiplomatInnen und PolitologInnen hat die Republik ausgebildet. Aber keiner von denen wurde KanzlerIn oder BundespräsidentIn. Wieso wählen die Leute in den Vertretungen so oft Trottel nach oben? Manchmal hören wir vom Petermannprinzip. Da ist bestimmt was dran.